Städtebau unter extremen Bedingungen ist heute eine grosse Herausforderung. Kriege, Naturkatastrophen und fehlende Ressourcen führen dazu, dass Städte oft schnell wieder aufgebaut werden müssen. Dabei sollen sie nicht nur funktionieren, sondern auch zur Kultur der Menschen passen.
Oft werden zuerst Notunterkünfte oder einfache Gebäude gebaut. Diese helfen nur kurzfristig und erfüllen wichtige Anforderungen wie Sicherheit, Schutz vor Klima oder soziale Bedürfnisse häufig nicht.
Beispiele aus der Welt zeigen unterschiedliche Ergebnisse: Die Stadt Songdo in Südkorea ist technisch sehr modern, gilt aber als wenig gelungen, weil sie die Bedürfnisse der Menschen und die lokale Identität kaum berücksichtigt. Der Wiederaufbau von Warschau nach dem Zweiten Weltkrieg zeigt dagegen, dass es wichtig ist, Geschichte und Kultur in den Wiederaufbau einzubeziehen. So konnte die Identität der Stadt erhalten bleiben.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Forschungsfrage: Welche städtebaulichen und architektonischen Erkenntnisse aus diesen Fallstudien lassen sich auf den Wiederaufbau des syrischen Stadtteils Qaboun übertragen? Ziel ist es, Strategien zu identifizieren, die trotz begrenzter Ressourcen eine funktionale, kulturell verankerte und langfristig tragfähige Stadtentwicklung ermöglichen.
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