05

Bauen gegen Hochwasser

Vergleiche in der Schweiz: Zürich und Bern im Fokus

LP
Luis Patrício da Silva

Hochwasser gehört zu den Naturereignissen, die sich trotz moderner Technik nie vollständig kontrollieren lassen. Durch Starkniederschläge, steigende Pegelstände und die Auswirkungen des Klimawandels stehen Schweizer Städte zunehmend vor der Herausforderung, ihre Bevölkerung und Infrastruktur vor den Folgen von Überschwemmungen zu schützen. Besonders Städte, die eng mit Flüssen und Seen verbunden sind, müssen langfristige Lösungen entwickeln, um den Risiken zu begegnen.

Zürich und Bern verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze. In Zürich soll der Entlastungsstollen zwischen dem Zürichsee und der Sihl künftig verhindern, dass grosse Wassermengen das Stadtzentrum gefährden. In Bern wird das historische Mattenquartier mit umfangreichen Hochwasserschutzmassnahmen besser geschützt – eine besondere Herausforderung, da moderne Infrastruktur auf denkmalgeschützte Bausubstanz trifft.

Beide Projekte verfolgen dasselbe Ziel: Menschen, Gebäude und wichtige Infrastrukturen vor Hochwasser zu schützen. Die baulichen Lösungen unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausgangslage, ihrer technischen Umsetzung und ihren Kosten. Genau diese Unterschiede stehen im Zentrum dieser Arbeit.

Doch wie wirksam sind solche Investitionen tatsächlich? Können aufwendige und kostenintensive Hochwasserschutzprojekte die Risiken langfristig reduzieren und damit ihren finanziellen Aufwand rechtfertigen? Anhand der Fallbeispiele Zürich und Bern untersucht diese Arbeit, wie bauliche Massnahmen zum Schutz vor Hochwasser beitragen und welche Herausforderungen dabei entstehen.

Über die Autorin / den Autor
LP
Luis Patrício da Silva

24 Jahre · Zeichner FA / Junior Bauleiter bei AFRY Schweiz AG · Gelernter Zeichner EFZ Fachrichtung Architektur (2018–2022)